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Schülerinnen und Schüler mit schwerer Mehrfachbehinderung
erleben und erfahren
die vier Elemente Erde, Wasser, Feuer, Luft

„Kommt ihr mit ins Erde-Land?“, so fragt Wurzel, der Erdgeist, die 5 Schülerinnender Klasse D.



Ein Schuljahr lang steht zweimal in der Woche das Thema „Die 4 Elemente“ auf dem Stundenplan.
Die elementare Begegnung mit Welt wird in den Kreislauf der Jahreszeiten integriert: Herbst – Erde, Luft; Winter – Feuer; Frühling – Erde; Sommer – Wasser.

Es ist ein ganzheitliches Unterrichtsangebot mit ganz unterschiedlichen Zielsetzungen:
• (Be-)greifen der Elemente auf sensomotorischer Ebene je nach individueller Schülervoraussetzung durch Ermöglichen von Eigenaktivität auf unterschiedlichen Lernebenen.
• Sich selbst als Verursacher erleben (Einsatz von Tastern, BIGmack u.ä. um verschiedene elektronische Geräte zu starten).
• Selbst Entscheidungen treffen können für einzelne Angebote.
• In Kommunikation mit den erwachsenen Bezugspersonen und den Mitschülerinnen und Mitschülern treten.



Der Aufbau des Unterrichtsangebotes bleibt immer gleich: gemeinsamer Beginn in der Gruppe, Einzelförderung, gemeinsamer Abschluss.

Zu Beginn der Unterrichtsstunde sitzen oder liegen die Schülerinnen und Schüler eng beieinander im Sitzsack, auf dem Stuhl, im Bauchlagerungskeil u.ä.
Als Signal ertönt ein Instrument (Becken – Feuer, Chaines – Luft, Klangstab – Erde ).

       



Dann kommt die jeweilige Elemente-Figur und begrüßt alle (Funki-Feuergeist, Huijah-Luftfee, Wurzel-Erdgeist u.ä.): Anfassen, spüren, mit ihr in einen Dialog treten, ihr nachschauen, sie (mit dem BIGmack) rufen..., vieles ist in der Begegnung möglich.

  

Im Anschluss daran ertönt das Lied „Kommt, wir gehen ins ...- Land“ (singen, BIGmack). Los geht die Reise! Alle werden auf Rollbrettern gelagert; alleine oder mit Unterstützung fahren sie ins Nebenzimmer.
Dort gibt es Vieles zu entdecken. In der Mitte des Raumes liegen als Impuls verschiedene Materialien, die das jeweilige Element verdeutlichen, Bsp.: Erde, Kastanien, Maiskolben u.ä. (Element Erde); Federn/Steine, helle Stoffe (Element Luft); verschiedene kleine Lichtquellen (Element Feuer); Wasserwanne, Schwämmchen, Schwimmtiere (Element Wasser). Alle gruppieren sich darum herum. Erste Erfahrungen werden ermöglicht.



Anschließend wird das ganze Zimmer zu einem Erfahrungs- und Erlebnisraum, in dem jeder auf seine Weise an verschiedenen Stationen arbeiten kann, begleitet und unterstützt von der Bezugsperson. Hier werden die Elemente „begreifbar“. Erde: Früchte der Erde, Körbe, dunkle Stoffe, Höhle u.ä.. Luft: Ventilator, Föhn, Windrädchen, leichte Folien, helle Stoffe u.ä.. Feuer: Ganz verschiedene große und kleine Lichtquellen, Taster zum An- und Ausschalten, warme Gegenstände u.ä.



Nach Beendigung der Erkundungszeit werden alle wieder eng zusammen gelagert.
Der gemeinsame Abschluss wird durch das „Elemente-Lied“ eingeleitet. Das entsprechende Instrument gibt das Signal für das Ende des Angebotes.

Durch diese „Elementarisierung“ können sich Schülerinnen und Schüler mit schweren Mehrfachbehinderungen mit Themen auseinandersetzen, wie sie auch in der Regelschule angeboten werden und haben so Anteil an allgemeiner Bildung.

Claudia Fieger
Gerda Steible-Schadewaldt im Januar 2010

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